9) Welche Faktoren bestimmen das Einbruchrisiko?

 

 

Die Wahrscheinlichkeit, dass in ein Objekt eingebrochen wird, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Zu den wichtigsten Kriterien gehören zweifellos die folgenden:

Faktor 1: Einbrucherschwerende und abschreckende Vorkehrungen

Je mehr und je bessere mechanische (z.B. Türsicherung) und elektronische (z.B. Alarmanlage mit gut sichtbarer Aussensirene) Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind, desto geringer ist die Einbruchswahrscheinlichkeit. Der Einbrecher soll erkennen, dass das Objekt geschützt ist.

Faktor 2: Organisatorische Massnahmen

Je umfangreicher und besser die einbruchbezogenen Verhaltensmassnahmen der Gebäudebenutzer sind, desto geringer ist das Einbruchsrisiko. Wird also beispielsweise konsequent kontrolliert, ob jeweils alle Türen und Fenster geschlossen sind, vermindert sich langfristig die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs. Dies, weil dadurch Einbrüche aufgrund versehentlich offen gelassener Türen und Fenster ausgeschlossen werden können.

Faktor 3: Vorhandene Wertkumulation

Mit zunehmender Anzahl und zunehmendem Wert der in einem Objekt vorhanden Wertgegenstände nimmt das Einbruchsrisiko zu. Demnach ist beispielsweise eine gut ausgestattete Villa stärker einbruchgefährdet als eine einfache Wohnung.

Faktor 4: Chance, Bargeld vorzufinden

Je grösser die Chance für den Einbrecher ist, Bargeld vorzufinden, desto grösser ist die Einbruchswahrscheinlichkeit.

Faktor 5: Lage des Objekts

Je abgelegener bzw. isolierter ein Objekt ist, desto höher ist das Einbruchsrisiko. Bei einem isolierten Objekt muss der Einbrecher kaum Angst haben, von Passanten oder Nachbarn bemerkt zu werden.

Faktor 6: Ungestörtes „Arbeiten“ möglich

Der Einbrecher muss weniger Angst haben, gehört und ertappt zu werden, wenn beispielsweise beträchtlicher Umgebungslärm herrscht. Ungestörtes „Arbeiten“ des Einbrechers wird ebenfalls begünstigt, wenn die visuelle Überwachung des Objekts durch Nachbarn oder Passanten nicht möglich ist.

Faktor 7: Zeitpunkt des Einbruchs

In gewerblichen, industriellen und institutionellen Gebäuden wird vorwiegend nachts und an Wochenenden eingebrochen. Bei Wohnobjekten dagegen ist die Einbruchswahrscheinlichkeit grundsätzlich tagsüber am grössten. Lediglich in der kalten Jahreszeit verschiebt sich hier die Gefahr gegen den Abend, da es früher dunkel wird und zahlreiche Dämmerungseinbrecher am Werk sind.

 


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