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Die Wahrscheinlichkeit, dass in ein Objekt
eingebrochen wird, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Zu den
wichtigsten Kriterien gehören zweifellos die folgenden:
Faktor 1: Einbrucherschwerende und
abschreckende Vorkehrungen
Je mehr und je bessere mechanische (z.B.
Türsicherung) und elektronische (z.B. Alarmanlage mit gut sichtbarer
Aussensirene) Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind, desto
geringer ist die Einbruchswahrscheinlichkeit. Der Einbrecher soll
erkennen, dass das Objekt geschützt ist.
Faktor 2: Organisatorische
Massnahmen
Je umfangreicher und besser die einbruchbezogenen
Verhaltensmassnahmen der Gebäudebenutzer sind, desto geringer ist
das Einbruchsrisiko. Wird also beispielsweise konsequent
kontrolliert, ob jeweils alle Türen und Fenster geschlossen sind,
vermindert sich langfristig die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs.
Dies, weil dadurch Einbrüche aufgrund versehentlich offen gelassener
Türen und Fenster ausgeschlossen werden können.
Faktor 3: Vorhandene Wertkumulation
Mit zunehmender Anzahl und zunehmendem Wert der in
einem Objekt vorhanden Wertgegenstände nimmt das Einbruchsrisiko zu.
Demnach ist beispielsweise eine gut ausgestattete Villa stärker
einbruchgefährdet als eine einfache Wohnung.
Faktor 4: Chance, Bargeld
vorzufinden
Je grösser die Chance für den Einbrecher ist,
Bargeld vorzufinden, desto grösser ist die
Einbruchswahrscheinlichkeit.
Faktor 5: Lage des Objekts
Je abgelegener bzw. isolierter ein Objekt ist,
desto höher ist das Einbruchsrisiko. Bei einem isolierten Objekt
muss der Einbrecher kaum Angst haben, von Passanten oder Nachbarn
bemerkt zu werden.
Faktor 6: Ungestörtes „Arbeiten“
möglich
Der Einbrecher muss weniger Angst haben, gehört und
ertappt zu werden, wenn beispielsweise beträchtlicher Umgebungslärm
herrscht. Ungestörtes „Arbeiten“ des Einbrechers wird ebenfalls
begünstigt, wenn die visuelle Überwachung des Objekts durch Nachbarn
oder Passanten nicht möglich ist.
Faktor 7: Zeitpunkt des Einbruchs
In gewerblichen, industriellen und
institutionellen Gebäuden wird vorwiegend nachts und an Wochenenden
eingebrochen. Bei Wohnobjekten dagegen ist die
Einbruchswahrscheinlichkeit grundsätzlich tagsüber am grössten.
Lediglich in der kalten Jahreszeit verschiebt sich hier die Gefahr
gegen den Abend, da es früher dunkel wird und zahlreiche
Dämmerungseinbrecher am Werk sind.
 
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