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Fragen Sie sich, ob bei Ihnen mechanischer
Einbruchschutz oder eine Alarmanlage wirkungsvoller ist? Provokativ
könnte man den Unterschied zwischen diesen beiden Massnahmen so
formulieren: Der mechanische Einbruchschutz verhindert den Einbruch,
eine Alarmanlage dagegen meldet einen verübten Einbruch.
Um die oben gestellte Frage vernünftig beantworten
zu können, bedarf es jedoch zusätzlicher Informationen. Für die
Beurteilung eines konkreten Falls sind insbesondere die folgenden
Faktoren relevant:
1. Objektstandort:
Land, Agglomeration, Stadt, Zugangsmöglichkeiten
(z.B. Autobahn) usw.
2. Bauart des Objekts:
Wohnung, Einfamilienhaus, Landhaus mit Umschwung,
Bepflanzung usw.
3. Eigentümereigenschaften:
Familie mit Kindern, ältere Leute,
Persönlichkeiten usw.
4. Bausubstanz:
Beschaffenheit der Türen, Fenster und deren
Verschlüsse usw.
5. Interventionszeiten:
Zivile Hilfe oder professionelle Hilfe durch
Polizei, Wachdienste usw.
6. Schutzwerte:
Personen, Güter, Sachwerte, Sammlungen usw.
Erst durch eine objektive Auswertung der oben
aufgeführten Punkte kann das Schutzziel konkret definiert und eine
fundierte Aussage bezüglich sinnvoller Massnahmen gemacht werden.
Hohe Risiken können meist nur mit einer mechanischen und
elektronischen Nachrüstung abgedeckt werden.
Unabhängig von konkreten Situationen gilt, dass
Alarmanlagen ohne vernünftige Einbruchswiderstandszeit nur geringen
Nutzen bringen. Wenn beispielsweise das Glas einer Bijouterie mit
einem Schlag durchbrochen wird, die Diebe mit einem Handgriff
Wertsachen von mehreren Tausend Franken erbeuten und mit einem
Motorrad entkommen, dann bringt eine Alarmanlage nicht viel. Oder
noch schlimmer: Die Diebe könnten die Eingangstüre in
1 bis 2 Minuten überwinden, die Alarmanlage finden und diese
gewaltsam von der Sirene abtrennen.
Einzelne Hersteller verbinden die Mechanik mit der
Alarmanlage. In den Tür- und Fensterelementen werden sogenannte
Sollbruchstellen eingebaut. Beim gewaltsamen Durchbruch der
Sollbruchstellen wird ein Alarm ausgelöst. Der „zweite Teil“ der
mechanischen Elemente hat das Ziel, den Einbrecher möglichst lange
vor dem Objekt aufzuhalten oder den Einbruch gar zu verhindern. Je
länger diese Einbruchswiderstandszeit ist, desto grösser ist die
Chance, dass der Einbrecher angehalten werden kann oder dass er von
seinem Vorhaben absieht.
Beim mechanischen Einbruchschutz sprechen wir bei
Fenstergittern, Rollgittern, Fensterläden und Eingangstüren mit
speziellen Konstruktionen von prophylaktischem Nutzen gegen Einbruch.
Einen solchen Nutzen kann die Alarmanlage auch haben. Nämlich dann,
wenn zum Beispiel eine Aussensirene mit gut sichtbarer Blinkleuchte
in einer sabotagesicheren Höhe am Gebäude montiert wird.
1. Priorität:
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Minimaler mechanischer
Schutz (Widerstandszeit von 3 bis 4 Minuten)
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2. Priorität:
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Alarmanlage als
Ergänzung
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3. Priorität:
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Sicherstellen der
Intervention nach erfolgtem Ereignis
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